Etappe 1: Shannon - Limerick, 37km

Etappe 2: Limerick - Charleville, 68km

Etappe 3: Charleville - Turnaspidogy, 72km

Etappe 4: Turnaspidogy - Glengarriff, 42km

Etappe 5: Glengarriff - Kenmare, 32km

Etappe 6: Kenmare - Caherdaniel, 47km

Etappe 7: Caherdaniel - Cahersiveen, 60km

Etappe 8: Cahersiveen - Killarney, 64km

Etappe 9: Killarney - Dingle, 67km

Etappe 10: Dingle - Balleyheigh, 69km

Etappe 11: Balleyheigh - Tarbert, 62km

Etappe 12: Tarbert - Ennis, 51km 

Etappe 13: Ennis - Shannon, 40km

 

 

Etappe 1: Shannon - Limerick, 37km

 

Jetzt geht's los. Wir sind in Irland heil angekommen und unsere Velos auch. Zum Glueck. Nachdem wir festgestellt haben, dass unsere Airline, die Raeder nicht auf dem Flug gebucht hatte, stieg fuer kurze Zeit der Blutdruck. Jedoch ist alles Gut gegangen und nach einem kurzen Hopser von ca. 3 Stunden haben wir irisches Territorium beruehrt. Mit voller Tatendrang wollten wir dann auch den Minietappe nach Limerick in Angriff nehmen, jedoch hat der Linksverkehr und die schlechte Beschilderung uns mehr Nerven gekostet als uns lieb war. Man muss sich das so vorstellen. Den Haufen "Rent the House" und "House for Selling" Schildern konnten wir bisher noch nicht von den Wegweisern unterscheiden. In Irland wird wohl mehr Wert auf den Immobilienmarkt gelegt als auf anstaendige Verkehrschilder. Nach einem kurzen Stueck mit dem Velo auf der Autobahn haben wir uns dann fuer die schoene Ueberlandstrasse entschieden. Im Kreisverkehr sich zurechtfinden, ist auch noch uebungsbeduerftig. Das Linksfahren geht ja noch aber sobald man abbiegen muss geht der Orientierungsinn floeten. Nun ja, wenigstens ist das Wetter hervorragend und die Landschaft ist sehr schoen. Wir sind gespannt was uns noch erwartet. Unter unserem Zimmer geht die riesen Party ab leider muessen wir frueh raus. Die zwei Guinness haben uns auch mueder gemacht als wir ohnehin schon sind.

 

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Etappe 2: Limerick - Charleville, 68km

 

Geschlafen haben wir nicht besonders viel. Die Party im Pub unter uns war heftig. Bis nach 2 Uhr war sehr laute Musik. Danach gaben sich einige betrunkene Bolde den Rest, inklusive Alarm ausgeloest. Unser Wecker ging um 7.00 Uhr los und nach dem Verpacken unserer Sachen gings zum Fruehstueck. Erstes mal Irish Breakfast inklusive Black and White Pudding. Fuer die kulinarischen Banausen: Das ist, Blut und Leberwurst mit Muesliflocken vermischt, rund und getoastet serviert. Schmeckt eigentlich nicht mal so uebel.

So, dann gings hochmotiviert los, mit unseren Raedern nach dem eigentlichen Ziel 109km bis Cork. Die Realitaet holte uns jedoch schnell ein. Bereits nach den ersten 30km, waren 10 davon ungewollte Sight-Seeing-Touren. Anders ausgedrueckt, jeder 4te Kilometer ging nicht in die Richtung in die wir wollten.

Ungewoehnlicher Reisetipp 1: Verkehrschilder, sofern welche vorhanden sind, zeigen nicht unbedingt in die richtige Richtung. Also Kompass mitnehmen!!

Wenn wir schon von "Verhaeltnissen" reden, beim Guinness liegen wir mit 2 Pints/Tag voll auf Kurs Wink

Sehr angenehm war, dass uns oft geholfen wurde (auch wenn wir nur kurz Pause machten). Die Iren sind ein hilfsbereites und sehr freundliches Volk und auch gern bereit ein Plausch am Strassenrand zu halten. Was natuerlich wiederum viel Zeit in Anspruch nahm.

Cork war das Ziel, gelandet sind wir in Charleville, 50km vor der eigentilchen Endstation. Charleville liegt weit von unserer Route entfernt. Dafuer hat es hier einen Bahnhof, welchen wir uns morgen zu Nutze machen werden.

 

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Etappe 3: Charleville -  Turnaspidogy, 72km

 

Mit der Sicherheit, dass der Zug um 11.07 Uhr auch faehrt (nach Auskunft des Schaffners vom Vortag) haben wir uns Zeit gelassen und ausgiebig gefruehstueckt. Puenktlicher als ein schweizer Uhrwerk waren wir eine halbe Stunde frueher da. Leider teilte uns ein anderer Bahnhofsangestellter mit, dass heute kein Zug unsere Raeder mitnehmen kann. Hoechstens eines!! Yell Aber das auch nur vielleicht. Nach einigen telefonischen Abklaerungen mit der Irischen Bahn, wurde in Dublin ein Gueterwagen extra unseretwegen angekoppelt. Sodass wir schliesslich um 14 Uhr in Cork eingefahren sind.

Ungewoehnlicher Reisetipp 2: Vorsicht, in irischen Zuegen wird der Kaffee immer kochendheiss serviert.

Auf los gings los. Wie's sich fuer irische Verkehrsregeln gehoert, sind wir auf der linken Seite der Strasse gestartet. Ueberraschenderweise kamen uns auf beiden Fahrstreifen die Autos nur so entgegengeschossen. 2 spurige Einbahnstrasse...

Von da an stand die Radgoettin wieder auf unserer Seite. Trotz des spaeten Etappenstarts, konnten wir unser Tagesziel rekordverdaechtig erreichen. Sozusagen einen halben Tag wieder eingefahren. In einem kleinen Doerfchen am Rande eines Sees, mit 2 Hotels, einem Laden und 20 Einwohnern, haben wir gedacht wir habens geschafft. Leider mussten wir feststellen, dass dies mit groesster Wahrscheinlichkeit eine Geisterstadt war. Kurz vor der Verzweiflung hat uns wiedermal eine aussergewoehnliche irische Hilfsbereitschaft gerettet. Ein netter Kerl hat uns kurzerhand per Telefon ein B&B 2 Meilen weiter vermittelt. Gastgeber war zufaelligerweise ein Deutscher und somit konnten wir zwischendurch mal ein gutes Deutsches Bier trinken. Wir waren so hungrig, dass wir uns beim Abendessen auch beim Nachbartisch bedienen durften.

Ungewoehnlicher Reisetipp 3: Wer viel radelt braucht viel Energie!! Und wer gerne isst, der muss viel radeln ... und ... ach lassen wirs...

 

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Etappe 4: Turnaspidogy - Glengarriff, 42km

 

Von unserem B&B haben wir den Berg gesehen den wir ueberqueren mussten. Wir durften ueber einen Bergpass fahren der uns schwere Beine aber eine wunderschoene Aussicht bereitete. Kurz vor dem Gipfel {fuer alle Schweizer, das ist nichts zu essen} hat es Jens erwischt. Bei einer schwachen Sekunde und ca. 0.3 kmh viel er einfach mal um. Nach einem seltsamen Hilferuf wurde er in einem stacheligen Gestruep gefunden. Er hat sich nicht mehr bewegt, weil er voller Dornen war und jede weitere Bewegung nicht angenehm war. Jedoch retteten Dario und Simon ihn mit einer einzigartigen Rettungsaktion aus dem Gebuesch und nach kurzer Waesche und Desinfektion blieben viele kleine rote Pikel an seiner linken Koerperseite uebrig. Auf dem Zeltplatz angekommen wurden wir von Trudi dem Platzwelpen in Empfang genommen. Wir nutzten die Gelegenheit und haben unsere schmutziges Zeug gewaschen.

Ungewoehnlicher Reisetipp 4: Alle elektronischen Dinge vor dem Waschen entfernen. Insbesondere Ipods sind nicht wasserfest. Jetzt ISchrott.

 

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Etappe 5: Glengarriff - Kenmare, 32km

 

Es war a...kalt. Zelten ist wirklich nur was fuer die Somemrmonate in Irland. Egal, wir habens ueberlebt. In Glengarriff gefruestueckt gings wieder ueber einen wunderschoenen Pass. Wir haben uns erlaubt in den ersten Ring Beara auszulassen. weil Planung im Voraus etwas zu optimistisch gewesen ist. Damit wir den Flieger noch rechtzeitig erreichen und die Etappen ein weniger kuerzer werden, haben wir uns erlaubt etwas abzukuerzen.

Das Oertchen Kenmare ist wirklich sehr schoen. Bisher war es uns nicht erlaubt die Steinkreise zu besichtigen, deshalb werden wir heute uns auf die Suche machen den Druiden Steinkreis hier im Doerfchen zu finden. 

Ungewohnlicher Reisetipp 5: Wenn Maenner und Frauen unterwegs sind immer erst fragen ob man auch "gemischt" in ein Zimmer darf. Wir uebernachten in einem Ex-Nonnenhaus, dass die strikte Geschlechtertrennung noch als Hausregel beibehaelt.

 

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Etappe 6: Kenmare - Caherdaniel, 47km

 

Das Bed & Breakfast im Nonnenhaus war ganz nett. Ein schoenes Zimmer, bequeme Betten und ein gutes Fruehstueck haben uns einen tollen Start in den Tag bereitet. Ausgeschlafen und gestaerkt haben wir uns auf den Weg in den Ring of Kerry gemacht. Immer schoen an der Kueste entlang und die Fotokamera griffbereit. Leider musste Dario wegen seiner Knieprobleme die Bergetappe diesesmal auslassen und mit der etwas staerker befahrenen Strasse vorlieb nehmen. In Caherdaniel haben wir uns wieder auf einem Campingplatz niedergelassen. Erstaunlicher weisse war auch der freundliche Englaender wieder vom Campingplatz in Glengariff da. Zwei Stunden spater waren wir mit ihm und seinem Auto, endlich ein motorisierter Untersatz, auf dem Weg in das kleine Doerfchen und wir haben gemeinsam die Sehenswuerdigkeiten angeschaut. Sein Name ist Ron und er ist ein pensonierter Feuerwehrmann aus der Naehe von Bermingham in England. Wir haben in dem wahrscheinlich aeltesten Haus, das zu einem Pub umgebaut war, ein, zwei und ein drittes Bier mit Ron getrunken bevor wir wieder zum Campingplatz zurueckgekehrt sind. Diese Nacht haben wir alles angezogen was wir dabei hatten aber trotzdem war es nichtallzu warm.

 

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Etappe 7: Caherdaniel - Cahersiveen, 60km

 

So schwierig wie die Ortsnamen zu lesen sind, so schwierig sind sie auch auszusprechen. Die Einheimischen verstehen aber meistens schon wo wir hinwollen und helfen wie immer gerne weiter. Campingplaetze haben einen grossen Nachteil: Sie haben vor der Saison nichts zu fruehstucken. Also haben wir uns in einem kleinen Laden mit Muffins und Kecksen eingedeckt, wenn man den ganzen Tag radelt dann darf man sich das erlauben weil es sowieso in Energie und Luft umgesetzt wird. Dario hat sich auch heute wieder fuer die schnelle Etappe entschieden. Sein Knie brauch ein wenig Entspannung. Simon und Jens sind die anstrengende, grosse Runde gefahren. Das erste Mal mussten beide vom Rad absteigen, weil es einfach zu steil und zu lange Bergauf ging. Die dicke der Pfeile auf unsere Karten geben die Steigung an. Diesemal war nichts mehr von der Karte zu sehen nur noch der dicke Pfeil. Es war also verdammt steil. Jedenfalls war die Aussicht umso schoener und hat auch eine super Abfahrt nachsichgezogen. Auch die schoenen die schoenen Cliffs von Kerry waren die Anstrengung wert. Schade Dario aber die Bilder muessen dir diesesmal reichen.  {ok, i werda das denn mitm Roller mol nohola}

 

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Etappe 8: Cahersiveen - Killarney, 64km

 

Der Rueckenwind hat uns schneller nach Killarney gebracht als wir gedacht haben. 64 Km innerhalb von 4 Stunden ist eigentlich ganz gut, vor allem wenn man es gemuetlich nimmt und dabei auch noch die Landschaft geniessen kann. Der grosse Vorteil beim Radfahren, man verdient sich jeden Meter der Strecke und kann deshalb auch jeden Ausblick und jeden schoenen Berg geniessen. Killarney ist im Vergleich zu den anderen Staetchen relativ gross. Nach kurzer Zeit haben wir unsere Standard-Guinness-wieder-wachmach-Tinktur zu uns genommen und wir waren auf den Level um das Nachtleben genauer zu erforschen. Nach 3 Bars und einem Italiener musst sich Simon ins Bett verabschieden. Kein Wunder, weil er ca. 1kg Spearrips gegegssen hat und sich fast bei jeder Bewegung das ganze nochmals durch den Kopf gehen lassen haette koennen. Dario und Jens haben sich noch eine Live-Band und den einen oder anderen Drink zu gemuete gefuehrt. Dementsprechend wurde auch die Nacht laenger als geplant.

Ungewoehnlicher Reisetipp Nr. 6: Wenn man am naechsten Tag mit dem Rad unterwegs ist und man hat ordentlich getankt, dann immer das Aspirin griffbereit haben.

 

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Etappe 9: Killarney - Dingle, 67km

  

Der Tag startete genauso verschlaffen und verregnet so wie sich zwei der drei Beteiligten vom Team-Magerquark gefuehlt haben. Leicht verspaetet aber immer noch sehr frueh machten wir uns bei verregnetem Wetter auf nach Dingle. Ziel war es, moeglichst schnell ohne Umwege und Steigungen anzukommen. Von Aussen der Regen und von Innen verschwitzt. Die optimalen Bedingungen um krank zu werden. Deshalb haben wir uns beeilt und sind auf der starkbefahrener Strasse auch gut vorangekommen. Bei langen geraden Strassen kommt man auf viele Gedanken. So wird auch immer wieder ueber die naechste Tour nachgedacht. Es gibt einige Ideen, jedoch gibt es noch nichts Konkretes. In Dingle angekommen haben wir uns erlaubt ein etwas groesser Zimmer in einem Hotel zu nehmen. Endlich mal wieder bequeme Betten und genuegend Platz um sich auszubreiten.

Ungewoehnlicher Reisetipp Nr.7: Im Restaurant auf die Teller der anderen schauen bevor man selber an der Reihe ist zu bestellen.

 

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Dingle, Day Off

Ein Tag ohne radeln. Wir haben den Dingelkreis mit dem Bus erforscht. Ein Mann des aelteren Semesters hat uns auf eine aerchologische Reise in das tiefste keltische Zeitalter mitgenommen. Kliffs, Steinhaeuser und viele Schafe haben wir dabei gesehen. Am Abend haben wir uns in einem Pub eingefunden und Fisch gegessen sowie einige neuen Biersorten getestet.

 

 

Etappe 10: Dingle - Balleyheigh, 69km

 

Raus aus unserem Luxurioesen Hotel, ging es schnurschtraggs den Connor-Pass hinauf. Er hoehrt sich nicht nur hoch an, er ist es wirklich (vergleichbar mit dem Mittenberg 400m hoehenunterschied). 6,5km mit 19kg Gepaeck, eine fast endlose Strasse die man leider immer vor Augen hat. Man wusste immer wieviel man noch zu fahren hat, die Strasse wollte einfach nicht enden. Die Aussicht entschaedigte uns und alle Autos, die uns auf dem Weg nach oben ueberholt haben, feierten uns frenetisch bei der Bergankunft (leicht uebertrieben) Cool.

Danach gings halt wieder runter. Lange bergab, mit sagenhaften 55km/h auf einer kleinen Strasse, die in den Fels gemeiselt ist. Das Meer im Hintergrund und der Sandstrand als Ziel fuer die Mittagspause. Als wir ihn erreicht haben, haben wir uns in die Duenen gelegt. Eigentlich wollten wir ja in Tralee uebernachten, aber leider war es nicht sehr schoen dort und kein irischer Charme vorhanden. Also ging es weiter nach Balleyheigh, wo wir einen Volltreffer mit der Unterkunft gelandet haben. Aus unserem B&B hatten wir den Sandstrand fest im Blick.

 

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Etappe 11: Balleyheigh - Tarbert, 62km

 

Ungewoehnlicher Reisetipp Nummer 8: Bei einer straffen, disziplinierten Klo-Gang-Prozedere sind Streichhoelzer von enormer Wichtigkeit. Feinschmecker werden uns verstehn...

Von unserem schoenen Stranddomizil sind wir aufgebrochen und haben uns am Meer entlang richtig Tarbert durchgeschlagen. Da es wieder ein wunderschoener Sommertag war, haben wir auch diesmal wieder ein Paeuschen am Strand eingelegt.

In Tarbert angekommen, haben wir uns in einem sehr schoenen B&B niedergelassen. Bereits um 17 Uhr haben wir hungrig den traditionellen Tour-Chinesen aufgesucht. Vollgestopft mit Chopshui, Sweet&Sour sowie Cheshweey-Nuessen haben wir muede um 19 Uhr die British Talent Show im Bett angeschaut (das kommt hier sogar taeglich!!!)

 

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Etappe 12: Tarbert - Ennis, 51km

 

Bereits einen Tag frueher als geplant machten wir uns auf den Weg nach Ennis. Vorerst gings mit der Faehre ueber den Shannon River. So einfach wie die letzten Etappen gings dann aber nicht vorwaerts, denn der Gegenwind machte uns ein bisschen zu schaffen sowie die aggressiven und gefraessigen Hunde wollten unser Ziel streitig machen.

Ungewoehnlicher Reisetipp Nummer 9: Nicht von seiner Radwanderkompetenz ueberzeugt sein. Wenn zwei am richtigen Weg vorbeigefahren sind, immer hoffen dass der Dritte nicht zu weit entfernt ist, den Weg weiss und laut genug schreien kann.

 

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Etappe 13: Ennis - Shannon, 40km

 

Letzter Tag. Endsprint. Mit Vollgas sind wir die letzten Kilometer noch zum Flughafen geradelt. Räder wieder für den Flug vorbereitet, Pedalen abgeschraubt, Lenker quergestellt und Sattel runtergeschraubt. Irland, wir waren bestimmt nicht das letzte mal hier! Zumindest die Guinness Brauerei muss mal noch besichtigt werden!

 

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