Tag 1: Chur - Hergensweiler (11.05.2009)

Tag 2: Hergensweiler - Nesselwang (12.05.2009)

Tag 3: Nesselwang – Landsberg a. Lech (13.05.2009)

Tag 4: Landsberg - Donauwörth (14.05.2009)

Tag 5: Donauwörth - Dinkelsbühl (15.05.2009)

Tag 6: Dinkelsbühl - Dalkingen (16.05.2009)

Tag 7: Dalkingen - Oberboihingen (17.05.2009)

Tag 8: Oberboihingen - Sigmaringen (18.05.2009)

Tag 9: Sigmaringen - Lindau (19.05.2009)

Tag 10: Lindau - Chur (20.05.2009)


 
 

 

Tag 1: Chur - Hergensweiler (11.05.2009)

Nachdem wir bei traumahftem Sonnenschein in Chur gestartet sind und mit Rückenwid bereits um 12.30 Uhr den Bodensee erreichten, haben wir uns vorerst richtig gestärkt. In einer kleinen Pizzaria am Seeufer kamen uns die Unwetter-Warnungen wieder in den Sinn. Und siehe da, keine 30 Minuten später fing es an zu regnen.

Da wir uns jedoch von letzter Tour noch gewohnt sind, schlechter Witterung und starken Regengüssen ausgesetzt zu sein, war es für uns eher eine Erfrischung.

Nun sind wir in Obermützenbrugg in der Bikermühle www.bikermuehle.de angekommen. Sie ist uns sehr sympathisch, weil Zündkerzen unsere Kleiderhacken sind, die Barhocker eine umgedrehte Kirchenbank sind (das Brett zum hinknien ist absolut barhockertauglich) und die alten gelben deutschen Telefonzellen zu Duschen umfunktioniert wurden.

 

 

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Tag 2: Hergensweiler - Nesselwang (12.05.2009)

Nach der ersten Nacht nicht in unsren Betten, konnten wir mehr oder weniger ausgeschlafen uns auf den Weg machen. Wir waren uns schon bewusst, dass eine hügelige Strecke bevorsteht, jedoch waren uns die Herausforderung nicht ganz klar. Das Höhenmeterprofil der Karte hat uns schon gezeigt, dass es hoch hinauf geht (ca. 600 Meter vom Bodensee ausgesehen). Rechnet man die Hügel mit rein, sind wir schnell bei mindestens 10´000 Höhenmeter <!--[if !vml]-->Cool<!--[endif]-->

Auf dem Gipfel bei Haag (nicht in St. Gallen) konnten wir den Nebel nicht mehr von den Wolken unterscheiden. Zum Glück lag kein Schnee mehr. Wir waren so ausser Atem, dass wir den 100 Meter entfernten See mit einem tiefen Tal verwechselt haben. Optische Täuschungen treten bei Erschöpfung anscheinend öfters auf.

In Nesselwang haben wir dann übernachtet, weil der Regen eingesetzt hat, ansonsten wären wir warscheinlich bis Füssen gefahren.

 

 

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Tag 3: Nesselwang – Landsberg a. Lech (13.05.2009)

Im Oberalgäu hat sich ertaunlicherweise nichts am hügeligen Gelände geändert. Super, es ging so anstrengend weiter wie es aufgehört hat. Ab Füssen lief es jedoch wesentlich angenehmer, es wurde endlich flacher. In unserer Radel-Euphorie sind wir sogar am Schloss Neuschwanstein vorbeigeflitzt ohne es zu bemerken. Wir wollten es sowieso nicht anschauen, haben es aber gerade noch aus weiter Entfernung erkennen können. Das Schloss gibt ein schönes Bild am Berg ab, vielleicht ein anderes Mal.

An der Lech (ein Fluss der durch Bayer fliesst) scheint das deutsche Militär sehr aktiv zu sein. Ein Kampfjet nach dem anderen ging in die Luft. Als ein Hubschrauber nur knapp über unseren Köpfen seine Manöver probte, wehten uns die Rotorblätter beinahe aus dem Sattel. Als ob wir nicht schon genügend Gegenwind haben. Der Höhepunkt waren dann die Falschschirmspringer, die wahrscheinlich ihren ersten Sprung hatten. So schnell wie die am Boden waren, kann der Aufprall nicht gesund gewesen sein.  

Landsberg hat dann länger auf sich warten lassen. Wir hatten das Gefühl, es wollte uns nicht. Als wir dort waren genehmigten wir uns ein kühles Weizenbier. Es ist natürlich nicht bei einem geblieben aber das brauchen wir nicht genauer beschreiben. Wir haben uns schnell mit zwei Radsportbegeisterten angefreundet. Kurt und Gerhard (wir sind uns der Namen nicht mehr sicher, deshalb seid uns nicht böse wenn ihr das hier lesen solltet).

Kulinarisches Highlight war die Schweinshaxn. Jens hat einen Oberschenkel vom Schwein aufgetischt bekommen. Die Dimension dieser Sau muss unvorstellbar gewesen sein. Genversuche sind doch verboten. Die Haut hart wie Baumrinde, das Fleisch wollte einfach nicht vom Knochen und so gross dass das Landsberger Militär komplett satt werden würde. Kurt und Gerhard hatten jedenfalls ein riesen Spass an uns und wir an ihnen.

 

 

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Tag 4: Landsberg - Donauwörth (14.05.2009)

Mit Kurt und Gerhard sowohl den fünf Radlern, denen wir das Hotel auf der Strasse aufgeschwätzt haben, durften wir gemeinsam Frühstücken. Die letzten Tipps wurden ausgetauscht und dann ging es bei Regen Richtung Augsburg weiter.

Die Tipps waren anscheinend doch nicht so gut, weil wir im Naturschutzgebiet gelandet sind. Der Bach neben uns hatte Hochwasser und ein riesen Biberbau hat uns den Radweg verbaut. Radweg ist hier natürlich eine starke Übertreibung, Sumpf oder Moor triift es wohl besser. Hier würden wir jetzt gerne ein paar Fotos zeigen, wie sich Dario mit dem Biber angelegt hat, jedoch lässt das technische Equipment dies noch nicht zu. Bilder sollten aber bei nächster Gelegeheit folgen.

Wir übernachten das erste Mal wieder in einer Jugenherberger. Man darf jetzt aber nur ein Mal raten wo diese in Donauwörth steht? Natürlich auf dem höchsten Berg. Zum Glück haben uns dann zwei Schulklassen mit Wasserballonbomben in Empfang genommen, sodass wir mit Sicherheit sehr wohl fühlen werden.

Morgen wird uns eine Radsportlegende auf der Etappe nach Dinkelsbühl begleiten. Er wird mit seinem besten Profigerät anrücken, damit er auch mithalten kann, bei unseren 17 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Mehr können wir noch nicht nicht verraten, weil wir sonst nicht ungestört Radeln können, da zuviele Fans die Strecke belagern würden.

 

 

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Tag 5: Donauwörth - Dinkelsbühl (15.05.2009)

Der Tag fing sehr rühig und unspektakulär an. Bis Nördlingen lief alles wie geschmiert. Nebel und Nieselregen waren stets unsere Begleiter. Der Regen hat uns bisher in Ruhe gelassen nur diesesmal hat er sich was Spzielles für uns einfallen lassen. Der Boden war vom Regen der Tage zuvor so gesättigt, dass an einer unauffälligen Senke das Wasser etwas über den Radweg übergetreten ist. Was sich sich als harmlose Pfütze darstellte, entpuppte sich schnell als kleiner See. Umdrehen war nicht mehr möglich, dann gab es nur noch die Flucht nach Vorne und bei ca. einen halben Meter hohen Wasserstand durch dreckiges Ackerwasser Gas zu geben. Unsere Taschen sind wasserdicht, ein Dank an Ortlieb, wenn wasserdicht draufsteht dann ist es es auch wasserdicht. Im Gegensatz zu den Taschen sind die Schuhe nicht wasserdicht gewesen. Nasse Socken und Schuhe waren auf dem Rest der Strecke unsere Bürde. Nasse und kalte Füsse sind nicht das Anfgenehmste bei einer Radtour. Wir habens überlebt.

Radsportsportprofi meets Magerquark

Als Motivation kam dann der Radsportexperte Bernhard Schuster zur Unterstützung entgegen. Er begleitete uns auf dem Weg bis Dinkelsbühl wo wir dann bei einem Radler sowie Kaffee und Kuchen gegenseitig Tipps und Tricks austauschten.

Wiedereinaml kam es zu einem All-You-Can-Eat in einem chinesischen Restaurant. Der Hausherr war fleisig damit beschäftigt all das nachzufüllen was wir weggegessen haben. Wir waren haben uns wie Masstgänse vollgestopft. Schlussendlich hat der Opa gewonnen, weil die Ressourcen in der Küche unerschöpflich schienen. 

 

 

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Tag 6: Dinkelsbühl - Dalkingen (16.05.2009)

Heute sind wir sozusagen Freestyle gefahren. In unserer Sprache bedeutet das ohne Karte, nur nach Gefühl. Wir haben eine ruhige Etappe eingelgt und sind bei unserem Radsportexperten Berni alias "Die Lunge von Dalkingen" in Dalingen bei Ellwangen bei Aalen, in der nähe der Alb, in Baden-Württemberg eingekehrt. Das ist sozusagen die Ruhe vor dem Sturm. Der Sturm wird der zweifache Albauf- und Abstieg sein, der uns morgen bevor stehen wird, bis wir dann in der schwäbischen Metropole Oberboihingen einfallen. 

Highlight des Tages war ganz klar das schwäbische Albvereinsfescht in Ellwangen. Sehr viel Tradition auf einmal mit Trachten und Volksmusik. Der Moderator der Veranstaltung kündigte den belgischen Albverein an (wie weit sich doch die schwäbische Alb erstreckt?). Jedenfalls kam dann ein bulgarische Trachtengruppe auf die Bühne, die mit vollem Elan und Dudelsäcken aus Kuhmägen ein Paartanz oder auch Paarungsdanz aufführten. Die 30 Bulgaren kamen aus einem Dorf mit 100 Einwohnern, kein Wunder nahmen sie die Aufführung so ernst.Als ob das nicht genug wäre, kam dann der hohenloische Albverein (Hohenlohe hat anscheinend auch ein Stück Alb versteckt im Kochertal). Kreuzachter und Jägerneuner waren uns bis dato kein Begriff, jetzt sind wir Experten in exotischem Folkloretanz. 

 

 

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Tag 7: Dalkingen - Oberboihingen (17.05.2009)

Die Etappe zwischen den beiden Grossstädten war geprägt von den zwei Steigungen am Rande der Alb. Wir wollen hier jetzt nicht von drei schwitzenden Männern bei 25 Grad erzählen, die alles gegeben haben auf der wahrscheinlich härtesten Etappe seitdem es Magerquark gibt.An dieser Stelle wollen wir Bernhard und der Fam. Rieger nochmals danken, dass sie uns aufgenommen haben. Hat nicht nur Kosten gespart, sondern auch Spass gemacht mal nicht nur in irgendwelchen Pensionen zu übernachten.

Wir sind schockiert, dass die Norweger beim Eurovision Song Contest so abgeräumt haben. Die Deutschen sind auf dem 20 Platz gelandet und die Schweizer sind in der Vorrunde rausgeflogen. Das nächste Mal melden wir Dario an, der kann besser Peifen als die anderen Singen können. 

 

 

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Tag 8: Oberboihingen - Sigmaringen (18.05.2009)

Nachdem wir bei Mama und Papa Rieger ein leckeres Frühstück geniessen durften, hiess es dann auch schon bald Abschied nehmen und wieder "rauf auf den Sattel". Da Oberboihingen (unterhalb Stuttgart) nicht gleich auf dem Schwäbisch Alb Radweg liegt, konnten wir noch knapp 30 flache Kilometer bis Metzingen zum aufwärmen geniessen. Was danach kam, war absolut die strengste Steigung aller Magerquark-Steigungen überhaupt. Zum Glück spielte das Wetter mit und der Himmel war komplett mit Wolken bedeckt. Wir kämpften uns die 400 Höhenmeter rauf auf die Alb, was uns ziemlich viel Schweiss kostete. Das eigentliche Ziel Gamermertingen haben wir dann durchfahren und sind weiter bis Sigmaringen geradelt. In Sigmaringen angekommen, mussten wir bis zum Gästehaus "Schmautz" hochradeln. Wie könnte es auch anders sein, das Gästehaus lag ziemlich hochgelegen und fern von Restaurants der Innenstadt. Wir entschieden dann dort oben zu bleiben und uns fürs Abendessen eine Pizza liefern zu lassen. Als wir dem Kurier telefonisch die Bestellung einer Pizza Prosciutto durchgaben hat die Frau behauptet, dass sie diese nicht auf der Speisekarte haben. ??? Zum Glück aber hat der Hinweis "Schinken" Wunder bewirkt.

 

 

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Tag 9: Sigmaringen - Lindau (19.05.2009)

Heute brachten wir die letzten 50 Kilometer des Schwäbisch Alb Radwegs hinter uns. In Ludwigshafen am Bodensee angekommen gönnten wir uns zum Mittagessen eine Curry-Wurscht mit Pommes. Zum Dessert dann selbstverständlich ein Eis. Das Wetter war genial. Sonne und sehr warm. Dies war aber auszuhalten, denn die Steigungen sind vorbei. Nun gehts nur noch flach weiter. Nach weiteren 65 Kilometern kamen wir dann erschöpft in Lindau an. Unsere heutige Unterkunft war das Hotel Zecher. Das Abendessen war seeeehr lecker. Nach einem gemütlichen Verdauungs-Spaziergang an den See hat uns Jens das beste Deutsche Spaghetti Eis organisiert. Spaghetti-Eis = Vanilla Eis durch eine Spätzli Presse gedrückt, Erdbeer-Sauce sowie einige Mandel und Pistanien Späne drüber. Maaaampf!!

 

 

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Tag 10: Lindau - Chur (20.05.2009)

Endspurt 

Bereits um 8.15 Uhr sind wir in Lindau losgeradelt. Irgendwie konnte man spüren, dass wir alle nach Hause wollten. Am Bodensee entlang bis Bregenz und dann ab auf den Rhein-Damm. Die Temperatur war bestimmt um die 30 Grad! Immerhin war es beinahe Windstill und wir rasten mit einem Schnitt von 20 Km/h nach Chur. Tja liebe Leut, dies war der letzte Tag unserer Süd Deutschland Tour. Wir haben aber noch nicht genug. Beim Bier an der HIGA wurde bereits über die nächste Tour geplaudert. <!--[if !vml]-->Cool<!--[endif]-->

Vielen Dank an alle die uns wieder mit Kommentaren und Gästebuch-Einträge untersützt haben!!

Liebe Grüsse Team Magerquark

 

Jens, Simon und Dario

 

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